Trauer
riecht wie Herbstlaub
hört sich an wie stummes Schluchzen
fühlt sich an wie ein Fels auf der Brust
schmeckt wie modriges Wasser
ist wie dunkle Nacht
fühlt sich an wie ertrinken
Trauer

 

Schlaflos
Schlaf, warum meidest du mich
ach Schlaf, wo bist du nur geblieben
wo muss ich dich suchen
fühl mich leer ohne dich , getrieben
laufe umher ohne Rast und Ruh
traue mich abends ins Bett nicht mehr
trinke Tee, nehme ein Bad
der Kopf und die Glieder sind so schwer
Schlaf, hüll mich ein mit Träumen
komm und umarme mich
lass mich tanzen umschlungen mit dir
warte so lang schon auf dich
doch Schlaf, alles zögern hilft dir nicht
ich weiss, heut wirst du kommen müssen
mich endlich erlösen von meiner Qual
und sanft ins Traumland hinüber küssen.