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Hier noch ein paar Gedanken zu einem (vorgegebenem) Thema Körperflüssigkeiten. Ich habe dies genommen: Rotz
Rotz ist etwas sehr natürliches, jeder hat ihn in der Nase. Aussehen tut er ja nicht sehr erfreulich, für manche Menschen ist er sogar ekelig. Wenn ich auf der Strasse gehe und nach unten auf den Boden schaue, sehe ich viel Rotz herumliegen und versuche dann, möglichst nicht hineinzutreten. Manche Menschen tun dies kräftig, weil sie ihn nicht sehen. Dann bringen sie den Rotz an ihren Schuhen in die Wohnung auf den Teppich, ins Bad und überall hin. Deshalb ziehe ich immer meine Schuhe aus sobald ich meine Wohnung betreten habe. Rotz in der Nase getrocknet nennt Mensch Popel, diese schmecken einigen ganz gut, mir leider auch. In der Nase bohren kann ganz schnell zur Gewohnheit werden, und Mensch muss aufpassen, dass er dies nicht in Gegenwart anderer tut. Das macht dann keinen guten Eindruck. Rotz ist eine natürliche Körperflüssigkeit und schon deshalb nichts Ekliges. Den eigenen erträgt und akzeptiert man ja noch, aber fremder Rotz, na ja, nicht unbedingt liebenswert. Manche Menschen sind “rotzfrech”. Wieso gibt es das Wort eigentlich, wieso ist Rotz frech, versteh ich nicht. Oft werden Worte einfach so übernommen, man verwendet sie, ohne grossartig darüber nachzudenken. Es kann sehr interessant sein, über bestimmte Begriffe zu sinnieren, woher sie stammen oder wodurch sie entstanden sind. Bei Kindern läuft der Rotz manchmal einfach aus der Nase direkt in den Mund und er scheint ihnen zu schmecken. Naseputzen ist für kleine Kinder gar nicht so leicht. Ich erinnere mich noch an meine eigenen: "du musst mit der Nase pusten, nicht hochziehen, puuusten", und ich machte es ihnen dabei eifrig vor. Inzwischen hat die Wissenschaft festgestellt, dass für Kinder "hochziehen" allemal gesünder ist als pusten. Ein freundliches Wort noch zum Schluss für Rotz: Schnupfen......Schnupfen klingt allemal schöner. Wiederum ist das, was Mensch aus seinen tiefsten Tiefen hervorkrächzt: Rotz.
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